20. Mai 2012 von Carola Muysers
die blaue Stunde

Foto: Viceland.com
“Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße …” Nein, so beginnt nicht die nächste Sonntagserzählung auf Berlin-Woman. Das Zitat stammt aus einer Tanzbeschreibung von 1925, 2 Jahre, nachdem der Charleston-Tanz aufkam.
Der Charleston geht auf das gleichnamige Jazzstück von James P. Johnson zurück, das er 1923 für das Musical “Running Wild” komponierte. Das Stück wurde nach der Hafenstadt “Charleston” in South Carolina benannt. In Windeseile verbreitete sich der Charleston in den USA, wo er zuerst von Afrokamerikanern und dann als “weißer Gesellschaftstanz” in Frauenbars getanzt wurde. Josefine Baker brachte ihn nach Europa und Berlin. Mit 50-75 Takten ist der Charleston ein schneller Tanz, der eine gute Koordination von Hirn, Herz, Armen und Beinen verlangt. Er kann solo, zu zweit oder in Gruppen getanzt werden und macht so richtig Spaß, wie uns das Video von “I Charleston in Berlin” zeigt. Heute wird der Charleston an den Tanzschulen als “Swing” unterrichtet.
I Charleston in Berlin
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18. Mai 2012 von Carola Muysers
Berlin-Wedding
Lange Jahre war “der rote Wedding” ein Berliner Nicht-Bezirk. Doch seit einiger Zeit mausert er sich zu einem lebenswerten Stadtteil mit neuen Cafés, Galerien, Kulturlocations und – noch – erschwinglichen Wohnungspreisen. Heute, den 18.05.2012 setzt das “secondhomeproject” seine Ausstellungsreihe fort und lädt herzlich ein:
Das Immobilienunternehmen “secondhome” vermietet in Berlin-Wedding 12 Ladenlokale ausschließlich an kreative Unternehmer/innen zu nachhaltigen Konditionen. In dem Zusammenhang ist das “secondhomeproject” entstanden, das in den Lokalitäten temporäre Ausstellungen zeigt. Heute ist Vernissage mit
- Miray Seramet “Hildegard”
- Selma Ferner & David Moses “234″
- Lilla von Puttkamer “Von Füchsen, Opern und Stühlen”
- Eike Heinrich & Kirstin Rabe “Open Studio”
- Willem Julius Müller “Is there anybody out there?”
- Frank Hülsbömer “the flight to security of tangible assets” (Reinickendorfer Str. 66)
in der Oudenarder Str. 29-31, 13347 Berlin-Wedding, 18:00-21:00 Uhr, ab 21:00 Uhr Champagner-Bar in der Oudenarder Str. 30, sonstige Öffnungszeiten unter: 017638029579 oder info@oursecondhome.de, bis 31.05.2012
secondhomeproject
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17. Mai 2012 von Carola Muysers
kreative Unternehmer/innen

http://michael-hocke.de/cartoon-illustration/
Der Losito-Kunstpreis für Malerei und Zeichnung ist erstmalig ausgeschrieben. Er wird von der “Losito Kressmann-Zschach Foundation” ausgegeben und bietet Preisgelder von insgesamt 15.000 € für Künstler/innen aus Berlin und Brandenburg. Kreative Unternehmer/innen, bewerbt euch jetzt!
Der Losito Kunstpreis gilt professionellen Künstler/innen aus Berlin und Brandenburg, die sich mit Malerei und Grafik befassen. Angesprochen sind Persönlichkeiten, die wichtige Akzente in der zeitgenössischen Kunst setzen, aber in der Öffentlichkeit und auf dem Kunstmarkt noch keine zentrale Position behaupten. Die Preisverleihung findet im Rahmen einer Ausstellung der in die engere Wahl gekommenen Kunstwerke statt. Die Bewerbung erfolgt u.a. mit einer Werkübersicht durch Fotos von max. 5 Arbeiten der letzten 2 Jahre (druckfähig, 140 x 200 cm) , aus denen die Jury ein Werk auswählt. Es gibt auch einen Sonderpreis für “Kunst mit Kindern”. Bewerbungsschluß ist der 30.05.2012.
Infos, lositokunstpreis@lkzf.de, 0172 830 89 28 und 030 44 793 511
Sonderpreis: Kunst mit Kindern
Bewerbungsunterlagen
Losito Kunstpreis 2012 c/o Losito • Kressmann-Zschach Foundation, Landecker Straße 2-3, 14199 Berlin
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16. Mai 2012 von Carola Muysers
kreative Unternehmerinnen

Foto: newsletter.law-school.de
Der Georg-Büchner-Preis 2012 wird an die Schriftstellerin Felicitas Hoppe verliehen. Das entschied die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung gestern. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert und gilt als bedeutendste Auszeichnung für Literatur in Deutschland.
Felicitas Hoppe (*1960) erkundet in ihren Romanen, Erzählungen und Essays die Welt der Abenteurer, Hochstapler, Entdecker und Taugenichtse. Sie geht Grundfragen der postmodernen Existenz nach und beleuchtet sie aus vogelfreier Perspektive. Ihre Werke sind u.a.: die Kurzgeschichten „Picknick der Friseure“ (1996), das Reisebuch „Pigafetta“ (1999), „Paradiese, Übersee“ (2003), die Porträtgalerie „Verbrecher und Versager“ (2004), die moderne Legende von der hlg. „Johanna“ (2006), das Kinderbuch „Iwein Löwenritter“ (2008) und die fiktive Biografie „Hoppe“ (2012). Die Preisträgerin hat in Hildesheim, Tübingen, Eugene (Oregon USA), Berlin und Rom Literaturwissenschaften, Rhetorik, Religionswissenschaften, Italienisch und Russisch studiert und war als Lehrerin am Goethe-Institut tätig. Sie ist Trägerin des aspekte-Literaturpreises (1996), des Heimito-von-Doderer-Preises (2004) und des Rattenfänger-Literaturpreises ihrer Heimatstadt Hameln. Hoppe hat Gastprofessuren u.a. in New Hampshire, Göttingen und z.Z. in Hamburg. Sie ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung. Seit 1996 lebt sie in Berlin.
Der Georg- Büchner-Preis wird seit 1923 an hochdotierte Autor/innen verliehen. Preisträgerinnen waren u.a. Christa Wolf, Ingeborg Bachmann und Elfriede Jelinek.
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15. Mai 2012 von Carola Muysers
Berlin-Women

Bild: www.frauen-im-aufbruch-ausstellung.de
Cato Bontjes van Beek (1920-1943) war eine Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. Sie stammte aus einer Künstlerfamilie, ihr Onkel war der Worpsweder Maler Otto Modersohn, ihr Vetter der Schriftsteller Christian Morgenstern. Sie ging in Amsterdam und England zur Schule, lernte Segelfliegen, machte 1940 in Berlin eine kaufmännische Lehre und arbeitete dort in der Werkstatt ihres Vaters. Der Keramiker Jan Bontjes van Beek hatte sich zwischenzeitlich von der Mutter, der Tänzerin und Malerin Olga Bontjes van Beek, getrennt. Um ihrer Flugleidenschaft nachgehen zu können, trat Cato dem NS-Segelfliegerverband bei. Das war ihre einzige Verbindung zu NS-Verbänden, denn schon früh richtete sich ihr Denken und Handeln gegen die nationalsozialistische Herrschaft. Im Haus ihres Vaters lernte sie Widerständler und Kritiker der Nazis, darunter die Schriftstellerin Libertas Schulze-Boysen aus dem Kreis der Sowjetanhänger um Harro Schulze-Boysen kennen. Cato half französischen Kriegsgefangenen, und gemeinsam mit ihrem Partner, dem Lyriker Heinz Strelow druckte und verteilte sie Texte und Flugblätter gegen den Krieg und die Unterdrückung. 1942 erhielten Cato und ihr Vater einen Haftbefehl und wurden wegen Hochverrat zum Tod verurteilt. Die Hinrichtung der jungen Widerständlerin fand am 05.08.1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee statt. Ihre Mutter stritt 12 Jahre um die Rehabilitierung der Tochter.
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13. Mai 2012 von Carola Muysers
die blaue Stunde
Die Berlin-Woman Marilyn Monroe ist wieder da und zauberhafter denn je:
“Ich hatte kein Date mehr, seitdem ich 13 war”, sagt Marilyn und taucht in die Fluten eines Flusses in einer englischen Parklandschaft. Colin fallen die Augen aus dem Kopf, als sich Marilyn einfach auszieht. Er kann nicht anders und schwimmt ihr hinterher. Sie knutschen herum, dann ruft sie der Bodyguard. Es geht zurück ins englische Landhaus, wo sich die Diva von Colin Clark, dem 3. Assistenten am Filmset “The Prince and the Showgirl” verabschiedet. Marilyn Monroe, der Traum aller Männer. Marilyn Monroe, die Verkörperung von Erotik, Sexappel, Charme und Happiness. Marilyn Monroe, die Lichtgestalt. Marilyn Monroe, die Göttin aus Zelluloid, hat sich etwa in den 7 Jahre jüngeren NoName Colin verliebt? Am nächsten Tag wird wieder gedreht: Der 50jährige Regisseur und Hauptdarsteller Sir Laurence Olivier ist am Ende seiner Nervenkraft, die 30jährige Marilyn zerrissen zwischen tiefsten Selbstzweifeln und größter Selbstgewissheit, ein Star zu sein. Colin tröstet sie, als ihr Mann Athur Miller sie bei den Dreharbeiten allein läßt, bewacht ihren drogengedämpften Schlaf, rettet sie vor aufdringlichen Fans und holt die vor Angst zitternde Schauspielerin aufs Set. Schließlich ist “der Prinz und die Tänzerin” im Kasten. Die Geschichte soll wahr sein und wurde 2006 vom Dokumentarfilmer Colin Clark in Tagebuchform veröffentlicht. Jetzt ist sie verfilmt worden, und zwar so schön und einfühlsam, dass es eigentlich egal ist, ob Traum oder Wirklichkeit.
My week with Marilyn in den Berliner Kinos, Michelle Williams (Marilyn Monroe), Eddie Redmayne (Colin Clark), Kenneth Branagh (Sir Laurence Olivier), Judy Dench (Dame Sybil Thorndike) u.a. , Regie: Simon Curtis, 104 min
Marilyn Monroe auf Berlin-Woman
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12. Mai 2012 von Carola Muysers
kreative Unternehmer/innen
Mutti, du bist die beste! Wie an jedem 2. Sonntag im Mai ist es morgen wieder so weit. Dann hören die Mütter verordneterweise das, was viele täglich verdient hätten. Der Muttertag steht symbolisch für das, was man(n) in unserer Gesellschaft von Frauen, Müttern und Erziehenden hält. Berlin-Woman fordert eine sofortige Umdeutung!
Schon in den 1920er Jahren, als der Muttertag aus den USA nach Europa kam, galt er nur dem Kommerz. Massiv setzte sich der dtsch. Blumenhändlerverband für seine Anerkennung und Etablierung ein. Im Nationalsozialismus wurde der Muttertag zum offiziellen Gedenk- und Ehrentag. 1933-45 war er gebärfreudigen “arischen” Müttern gewidmet, die man(n) mit “Mütterweihen” und dem “Ehrenkreuz der dtsch. Mutter” auszeichnete. Nach dem 2. Weltkrieg vereinnahmten ihn erneut die Floristenverbände. Der gesetzlich nicht verankerte Festtag erbringt 130 Mio Euro Umsatz allein für Schnittblumen, der neuste Trend geht zu Sachgeschenken. In den USA kommt der kommerzielle Erfolg des Muttertags gleich nach dem von Weihnachten.
Berlin-Woman fordert: Kein schlechtes Gewissen mit Blumen, Pralinen und Smartphones wett machen! Ab morgen wird der Muttertag zum “Aktionstag alleinerziehender Eltern”. Und dagegen gehen wir an: 40 % der alleinerziehenden Eltern leben von Hartz 4. Darunter 600.000 alleinerziehende Frauen (91 %) mit rund 900.000 Kindern. Diese Eltern sind die Verlierer/innen in unserer Gesellschaft. Erzwungene Langzeitarbeitslosigkeit, unterqualifizierte Nebentätigkeiten und Altersarmut mindern und bedrohen ihre Lebensqualität. Das darf nicht sein!
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11. Mai 2012 von Carola Muysers
Berlin-Mitte

- 7th Berlin Biennale for Contemporary Art, 27.04.-01.07.2012
Seit dem 27.04.2012 läuft die 7. Berlin-Biennale, die größte und interessanteste Schau zeitgenössischer Kunst in Berlin. Unter der kuratorischen Leitung von Artur Zmijewski mit Joanna Warsza und der Gruppe „Voina“ werden hier „Politiken und Kulturen der Erinnerung“ künstlerisch verhandelt. Berlin-Woman schaut auf die beteiligten Künstlerinnen. Hier die Veranstaltungen der kommenden Woche:
- 18.05.2012, 13:00-18:00 Uhr, Zeichnen in Aktion, die Künstlerin Anita Staud arbeitet mit Interessierten zum Thema Prostitution+Kinder, St. Elisabeth-Kirche, Invalidenstraße 3, 10115 Berlin
Ort (wenn nicht anders angegeben): KW Institute for Contemporary Art, Auguststraße 69, 10117 Berlin, Eintritt frei (wenn nicht angegeben)
Event: 7. Berlin Biennale, bis 01.07.2012
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10. Mai 2012 von Carola Muysers
World-Women

Audrey Hepburn mit Bobschnitt, Poster
Der „Bob“ ist ein revolutionärer Kurzhaarschnitt. Starfriseur Vidal Sassoon, der letzten Mittwoch gestorben ist, kreiierte ihn 1963. Und wurde damit weltberühmt. Zusammen mit dem Mini-Rock prägte der pflegeleichte Harrschnitt auf Kinnlänge und mit geometrischer Kontur das Erscheinungsbild der jungen, modischen Frau. Twiggy, Mia Farrow, Audrey Hepburn und Nancy Kwan führten ihn in die Magazin- und Filmwelt ein. Aber nicht erst seitdem tragen Frauen kurzes Haar. Schon in den 1920ern gab es den kurzen Bubikopf, Pagenschnitt oder Etonschnitt. Im Zuge des industriellen Aufschwungs wurde der Bubikopf mit engem Topfhut, knielangem Rock und Seidenstrümpfen zum Markenzeichen der selbständigen, emanzipierten, erwerbstätigen Frau.
Mit Band, Blümchen, Gel oder anderem witzigen Haardekor ausgestattet, macht der „Bob“ übrigens jede ausgelassene Berliner Nacht problemlos mit.
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9. Mai 2012 von Carola Muysers
kreative Unternehmer/innen

http://michael-hocke.de/cartoon-illustration/
Berlin-Woman berichtete bereits. Das KfW-Gründer-Coaching (90 % Zuschuss für ca. 40 Beratungsstd.) ist an die neuen Regelungen für Existenzgründer/innen angepasst. Hier nun weitere News aus erster Hand.
Der Anspruch auf KfW-Gründer-Coaching ist für Existenzgründer/innen, die beim Jobcenter und bei der Agentur für Arbeit gemeldet sind, unterschiedlich geregelt. Wer Anspruch auf Grundsicherung (ALG II) oder Anspruch auf den Gründungszuschuss (ALG I) hat, kann direkt ein Gründer-Coaching bei der KfW-Bank beantragen. Wer Anspruch auf Einstiegsgeld (ALG II) hat, muss zuerst die Beratung durch die dem Jobcenter vorgeschalteten Beratungsfirmen wahrnehmen. Danach könnt auch ihr einen Antrag auf Coaching bei der KfW-Bank stellen.
Für den KfW-Gründer-Coaching-Antrag müßt ihr parat haben:
- eure gültige Steuernummer
- eure Unternehmensanmeldung beim Finanzamt im Zeitraum der vergangenen 12 Monate
- eure neue, tragfähige Geschäftsidee
- eure seriöse Unternehmensplanungen: z.B. Konzept mit Alleinstellungsmerkmal und Finanzübersicht
Und auch das ist gut zu wissen: Die 10% Eigenbeteiligung (max. 400 €) sind als notwendige Investition absetzbar. Diese (noch)Kannleistung muss mit den jeweiligen Fallmanager/innen abgesprochen werden.
mehr
Gründer-Gesamtpaket bei Bees & Butterflies. Agentur für kreative Unternehmen
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